San Fransisco und seine Tücken
San Fran. Wir waren so doof den Pacific Coast Highway zu nehmen. Das ist die steile Küstenstrasse, die Adrenalinjunkies und Aussichtsliebhaber auf eine 10-stündige Autofahrt von Los Angeles nach San Fransisco treiben. Natürlich war die Aussicht herrlich. Natürlich waren die Seeelefanten am Strand riesig und beeindruckend. Aber nach 10 Stunden Serpentinen und unbeleuchteten Strassen hatten wir genug von Steilhängen, Meeresgetier und Aussicht. Dafür war San Fransisco umso spannender. Wir übernachteten bei Sam, einem Kumpel von mir, der zusammen mit zwei anderen in einer WG lebt (die Mieten in San Fransisco sind noch höher als in Zürich!!!).
Wir klapperten die ganzen touristischen Highlights ab, von China Town bis zur Golden Gate Bridge. Im Golgen Gate Park wurden wir ein paar Mal von klischeehaft dubios aussehenden Typen angehauen ob wir “nuggets” kaufen wollen. Wir haben dankend und nett lächelnd abgelehnt. Im Bus, auf dem Weg zurück zu Sam, wurde ich ins Geheimnis der amerikanischen Goldgräber eingeweiht. Mein Sitznachbar war zwar ein alter Chinese und die “nuggets”, die er aus den Tiefen herausholte, waren alles andere als wertvoll. Trotzdem war ich von seiner Arbeit beeindruckt: Eine geschlagene halbe Stunde bohrte, wühlte er in seiner Nase und begutachtete dann sein Hab und Gut, bevor er’s in die Weite flitschte. Leider mussten wir dann vor Beendigung seiner Mission den Bus verlassen.
Nach einem netten Abend beim Thailänder und bei einem Wäschekorbrennen in einem typisch amerikanischen Waschsalon (Film folgt!!!) beendeten wir am nächsten Tag unseren San Fran Trip mit der Fahrt über die Oakley Bay Bridge.
